Wo liegt Georgien? Das Caucasusland zwischen Europa und Asien

Wo liegt Georgien? Das ist eine der ersten Fragen, die sich viele Reisende stellen, wenn sie von ungewöhnlichen und außergewöhnlichen Reisezielen zu träumen beginnen. Georgien ist ein kleines, überraschendes und charmantes Land an der Kreuzung zwischen Europa und Asien, im Herzen des Südcaucasus. Ein Land mit Bergen, die fast 5.000 Meter erreichen, jahrtausendealten Klöstern, alten Weinbergen und einer Gastfreundschaft, die jeden begeistert, der seine Grenzen überquert.

In diesem Reiseführer beantworten wir die große Frage und erzählen Ihnen dabei alles, was Sie wissen müssen, bevor Sie Ihre Reise planen: Lage, Grenzen, Regionen, Geografie, Geschichte, Kultur und die unverzichtbaren Reiseziele des Landes.

Geografische Lage Georgiens: Wo genau liegt es?

Georgien liegt im Südcaucasus, zwischen dem Schwarzen Meer im Westen und dem Kaspischen Meer im Osten. Es bildet eine natürliche Brücke zwischen dem europäischen und dem asiatischen Kontinent, mit einer Fläche von rund 69.700 km² und einer Bevölkerung von knapp 3,7 Millionen Einwohnern [ÜBERPRÜFEN].

Seine strategische Lage am Kreuzweg zwischen Europa, Asien und dem Nahen Osten hat Georgien im Laufe der Jahrhunderte zu einem echten kulturellen Schmelztiegel gemacht, einem von Persern, Griechen, Römern, Byzantinern, Arabern, Mongolen, Osmanen und Russen geformten Land. Diese Mischung ist heute in jedem Winkel des Landes spürbar.

Wo liegt Georgien auf der Europakarte?

Offiziell ist Georgien Mitglied des Europarats und des europäischen Kulturraums und wird üblicherweise im Südosten Europas verortet. Geografisch gesehen liegt es jedoch auf der Grenze zwischen Europa und Asien, im Südcaucasus. Seine Hauptstadt Tbilisi liegt ungefähr auf demselben Breitengrad wie Rom oder Barcelona, aber etwa 40 Längengrade weiter östlich.

Grenzen und Nachbarländer

Georgien grenzt an vier Länder:

  • Russland im Norden, jenseits des beeindruckenden Großen Caucasusgebirges.
  • Türkei im Südwesten.
  • Armenien im Süden.
  • Aserbaidschan im Osten.

Im Westen öffnet sich das Land zum Schwarzen Meer, an dem Städte wie Batumi, Kobuleti oder Poti liegen.

Regionen und wichtigste Städte

Georgien ist administrativ in 9 Regionen (Mkhare), einen Hauptstadtbezirk (Tbilisi) und zwei autonome Republiken (Adjara und Abchasien, letzteres mit besetztem Status) unterteilt. Die bekanntesten Regionen für Reisende sind Kakheti (das Weinland), Svaneti (die Caucasusberge), Mtskheta-Mtianeti (Kazbegi und die alte Hauptstadt), Imereti (Kutaisi und Gelati) und Adjara (Batumi und das Schwarze Meer).

Die wichtigsten Städte sind Tbilisi (die Hauptstadt), Batumi, Kutaisi, Rustavi und Gori, jede mit ihrer eigenen Persönlichkeit und Sehenswürdigkeiten.

Die Geografie Georgiens: Berge, Täler und Küste

Nun, da Sie wissen, wo Georgien liegt, lohnt es sich, einen Blick auf seine Geografie zu werfen. Das Land vereint auf weniger als 70.000 km² einige der vielfältigsten Landschaften Europas.

Berge und spektakuläre Landschaften

Der Große Caucasus durchzieht den Norden des Landes und beherbergt beeindruckende Gipfel wie den Shkhara (5.201 m), dem höchsten Georgiens, und den Kazbek (5.047 m), einem der emblematischsten. Im Süden erstreckt sich der Kleine Caucasus, sanfter und mit vulkanischen Hochebenen.

Straße nach Mestia mit den Svaneti-Bergen im Hintergrund

Regionen wie Svaneti, Tusheti, Kazbegi oder Khevsureti sind wahre Paradiese für Wanderer, Bergsteiger und Naturliebhaber.

Nationalparks und Naturschutzgebiete

Mehr als 10 % des Territoriums Georgiens stehen unter Schutz. Besonders hervorzuheben sind der Nationalpark Borjomi-Kharagauli, einer der größten Europas, der Nationalpark Tusheti (UNESCO-Biosphärenreservat) und der Nationalpark Vashlovani, mit fast steppenartigen Landschaften im östlichen Zipfel des Landes.

Klima und beste Reisezeit für Georgien

Das Klima variiert stark je nach Region: feucht-subtropisch an der Schwarzmeerküste, kontinental in der Mitte und im Osten, alpin in den hohen Caucasusgipfeln. Die beste Reisezeit für Georgien ist von Mai bis Oktober, wobei Juni, September und die erste Oktoberhälfte besonders angenehm sind. Im Winter (Dezember–März) sind Skigebiete wie Gudauri, Bakuriani oder Mestia der Star.

Die reiche Geschichte Georgiens

Die Geschichte Georgiens ist genauso fesselnd wie seine Geografie. Auf diesem Territorium haben sich jahrtausendealte Zivilisationen, Imperien und Königreiche gekreuzt und gelebt, die unauslöschliche Spuren in seinem Erbe hinterlassen haben.

Das Königreich Kolchis und die Legende vom Goldenen Vlies

Das heutige westliche Georgien war die Heimat des antiken Königreichs Kolchis, Schauplatz des berühmten griechischen Mythos von Jason und den Argonauten, die in diese Länder auf der Suche nach dem Goldenen Vlies reisten. Geschichte und Legende vermischen sich hier seit Urzeiten.

Das Mittelalter und das Goldene Zeitalter Georgiens

Zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert erlebte Georgien unter Königen wie David IV. „dem Erbauer" und Königin Tamar sein berühmtes Goldenes Zeitalter. Aus dieser Epoche stammen Juwele wie die Kathedrale Svetitskhoveli in Mtskheta und das Kloster Gelati in Kutaisi, beide UNESCO-Welterbe.

Der sowjetische Einfluss und die Unabhängigkeit

Nach dem Zusammenbruch des Russischen Reiches war Georgien kurz unabhängig (1918–1921), bevor es von der Sowjetunion besetzt wurde. Seit seiner Unabhängigkeit 1991 hat das Land einen Weg der Reformen und Modernisierung eingeschlagen, der es zu einem aufstrebenden Touristenziel gemacht hat.

Stalin-Museum in Gori, ein Pflichtbesuch zum Verständnis der georgischen Geschichte im 20. Jahrhundert

Im Jahr 2023 erhielt Georgien den Status eines EU-Beitrittskandidaten, ein historischer Schritt auf seinem Weg in die westliche Welt [mit aktuellen offiziellen Quellen ÜBERPRÜFEN].

Die georgische Kultur: ein Schmelztiegel der Traditionen

Georgien ist mehr als nur ein Punkt auf der Landkarte: Es ist auch ein faszinierendes kulturelles Universum, in dem sich östliche und westliche Einflüsse mit einer sehr ausgeprägten eigenen Identität vermischen.

Einzigartige Sprache und Alphabet

Die Amtssprache ist das Georgische, das zur kartvelischen Sprachfamilie gehört und über ein eigenes Alphabet (Mkhedruli) verfügt, das die UNESCO als immaterielles Kulturerbe der Menschheit aufgenommen hat. Nur wenige Sprachen der Welt können sich eines so markanten Alphabets rühmen.

Religion und religiöse Architektur

Georgien war eines der ersten Länder, das das Christentum als offizielle Religion annahm, im Jahr 326 [ÜBERPRÜFEN]. Die Georgisch-Orthodoxe Kirche ist eine Säule der nationalen Identität, und ihr Erbe spiegelt sich in Tausenden von Kirchen, Klöstern und Kathedralen im ganzen Land wider.

Georgische Gastronomie und Weine

Die Gastronomie ist einer der großen Schätze des Landes. Gerichte wie Khachapuri, Khinkali, Pkhali, Satsivi oder Mtsvadi bieten eine großzügige, schmackhafte und nuancenreiche Küche. Und der georgische Wein, der seit über 8.000 Jahren in Qvevri hergestellt wird, ist immaterielles Erbe der Menschheit und ein Muss auf jeder Reise.

Unverzichtbare Sehenswürdigkeiten Georgiens

Wer nun weiß, wo Georgien liegt, muss als nächstes entscheiden, was er sehen möchte. Das sind einige Reiseziele, die in Ihrer Route nicht fehlen sollten.

Tbilisi, die lebhafte Hauptstadt

Tbilisi ist eine lebhafte Stadt mit einer denkmalgeschützten Altstadt, geschnitzten Holzbalkonen, Schwefelbädern, einer einzigartigen Mischung aus mittelalterlicher und sowjetischer Architektur sowie einer aufblühenden Kultur- und Gastronomieszene. Highlights: die Narikala-Festung, die Friedensbrücke, die Sameba-Kathedrale, das Viertel Abanotubani und die Gassen von Sololaki.

Mtskheta, Wiege des georgischen Christentums

Nur 20 Kilometer von Tbilisi entfernt ist Mtskheta die alte geistliche Hauptstadt des Landes und UNESCO-Welterbe. Seine Kathedrale Svetitskhoveli und das Kloster Jvari sind zwei der heiligsten Denkmäler Georgiens.

Svaneti, die Region der Wehrtürme

Im Nordwesten ist Svaneti eine magische Region mit abgelegenen Dörfern, verschneiten Gipfeln und den ikonischen Svan-Türmen aus dem 9.–13. Jahrhundert. Das Dorf Ushguli, eines der höchstgelegenen bewohnten Orte Europas, ist ein wahres Freilichtmuseum.

Kakheti, das Land des Weines

Im Osten des Landes ist Kakheti das Traumziel für Weinliebhaber. Familienweingüter, befestigte Dörfer wie Sighnaghi, Klöster wie Alaverdi oder David Gareja und Weinberglandschaften so weit das Auge reicht.

Batumi, die Perle des Schwarzen Meeres

Batumi, Hauptstadt von Adjara, ist die große Küstenstadt des Landes. Es verbindet Strände, moderne und futuristische Architektur, Botanische Gärten und ein überraschendes Nachtleben. Der Boulevard und der Alphabetturm sind zwei seiner bekanntesten Wahrzeichen.

Kazbegi und die Gergeti-Kirche

Im Herzen des Großen Caucasus bieten Stepantsminda (Kazbegi) und die ikonische Dreifaltigkeitskirche Gergeti mit dem Kazbek im Hintergrund eines der schönsten Bilder Georgiens.

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