Mit dem Rucksack durch Georgien: ein unvergessliches Abenteuer im Kaukasus
Was für eine angenehme Überraschung Georgien für mich war. Mehrere Reisende hatten es mir empfohlen, und jetzt kann ich sagen, dass ich ihnen vollkommen zustimme: Es ist ein Land, das sich absolut lohnt. Alles ist sehr günstig – Essen, Transport und Unterkunft. Du wirst kaum Geld für Eintrittsgelder ausgeben, und wenn du die Berge liebst, warten beeindruckende Regionen auf dich. Als Backpacker in Georgien entdeckst du ein Land, das alles bietet, was ein budgetbewusster Reisender sucht.
Sicherheit in Georgien
Georgien ist ein sicheres Reiseland, und mit der wunderschönen Stadt Tbilisi als Basis lässt sich ein Großteil des Landes erkunden. Obwohl Georgien touristischer ist als sein Nachbar Armenien, bleibt es für die meisten Reisenden noch immer eine echte Entdeckung.
Wenn ihr als Gruppe reist, empfiehlt es sich, ein Taxi oder ein Auto mit deutschsprachigem Fahrer-Guide zu mieten. In Tbilisi findet ihr unzählige Autos und Kleinbusse, die an der Straße mit Schildern für Touren werben.
Wer einen spanischsprachigen Reiseführer sucht, kann ich Aleksandre empfehlen. Ich hatte mehrere Ausflüge mit ihm geplant, wäre nicht ein Freundespaar wegen Krankheit ausgefallen. Alex hat Tourismus in Madrid studiert und arbeitet jetzt als Fahrer und Guide zugleich. Hier seine Kontaktdaten:
Alex Berikashvili: Whatsapp: +995591912271 www.facebook.com/berikashvili1 hotmail: berikashvili @ hotmail.com
Wer alleine reist wie ich, findet zahlreiche organisierte Touren zu guten Preisen – viele Orte sind aber auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Der öffentliche Nahverkehr in Georgien ist günstig. In der Regel reist man in Minibussen, den sogenannten Marschrutkas. Alternativ kann man ein Auto mieten oder Apps wie Bolt für Taxis nutzen.
Für den Flug nach Georgien gibt es gute Angebote, zum Beispiel ab europäischen Flughäfen mit Pegasus Airlines oder Turkish Airlines nach Tbilisi, oder mit Wizz Air nach Kutaisi.
Praktische Infos für Backpacker in Georgien
Gesamtausgaben in Georgien für 14 Tage: 435 € (ohne Flug)
Flug Tbilisi – Shiraz (Iran) mit Qatar Airways 265 € (nur Hinflug)
1 € = ca. 3,15 Lari (April 2026) [ÜBERPRÜFEN]
1 Liter Benzin = 3,38 Lari, 1 Liter Diesel = 3,10 Lari ca. (März 2026) [ÜBERPRÜFEN]
Steckdosen: Gleich wie in Deutschland (Typ C und F).
SIM-Karte: ab 5–10 GEL bei Anbietern wie Magti oder Geocell.
Einreisebestimmungen: EU-Bürger benötigen kein Visum für Aufenthalte bis zu 1 Jahr.
Backpacker-Reiseplan durch Georgien
- 19. März: Gemeinsames Taxi Alaverdi – Tbilisi (Georgien). Übernachtung im Envoy Hostel.
- 20. März: Tbilisi. Stadtbesichtigung.
- 21. März: Tbilisi. Tagesausflug nach Gori, Uplistsikhe und Mtskheta.
- 22. März: Bus Tbilisi – Kazbegi mit Halt in Ananuri. Besichtigung von Gergeti. Übernachtung in Stepantsminda im Leo Hostel.
- 23. März: Minibus Stepantsminda – Tbilisi. Übernachtung im Envoy Hostel.
- 24. März: Tbilisi. Tagesausflug nach Vardzia und Borjomi.
- 25. März: Tbilisi. Tagesausflug nach David Gareja.
- 26. März: Tbilisi. Tagesausflug nach Sighnaghi. Nachtzug Tbilisi –
- 27. März: Ankunft des Zuges in Zugdidi. Minibus nach Mestia. Übernachtung in Mestia in Manoni's Guesthouse.
- 28. März: Mestia.
- 29. März: Minibus Mestia – Batumi. Übernachtung in Batumi im Calypso Hostel.
- 30. März: Minibus Batumi – Kutaisi. Besichtigung von Bagrati, Gelati und Motsameta. Übernachtung in Kutaisi im Star Hostel.
- 31. März: Kutaisi. Besuch der Prometheus-Höhle. Minibus Kutaisi – Tbilisi. Übernachtung in Tbilisi im Why Not Hostel.
- 1. April: Tbilisi.
- 2. April: Flug Tbilisi – Doha /
- 3. April: Flug Doha – Shiraz (Iran).
Tbilisi: die perfekte Basis für Backpacker
Vom Flughafen gelangt man ins Stadtzentrum per Taxi, per Bolt oder mit dem öffentlichen Bus Nr. 337. Das Taxi kostet 35–40 Lari. Der Bus Nr. 337 kostet 1 Lari und kann kontaktlos mit Bankkarte bezahlt werden (1,50 GEL mit internationaler Karte) oder mit der MetroMoney/Travel Card. Er hält am Freedom Square oder am Hauptbahnhof (Station Square) und fährt ca. von 7:00 bis 23:00 Uhr.
Übernachtung im Envoy Hostel: 10 € im 8-Bett-Schlafsaal mit Frühstück. Das Hostel ist sehr gut und ausgezeichnet gelegen, allerdings sind die angebotenen Ausflüge eher teuer.
Übernachtung im Why Not Hostel: 18 Lari im 6-Bett-Schlafsaal mit Frühstück. Etwas einfacher und mehr auf Backpacker ausgerichtet als das Envoy.
Tbilisi hat mir sehr gut gefallen. Die Altstadt, die Festung und der Fluss machen die Stadt besonders charmant. Die meisten Sehenswürdigkeiten sind zu Fuß erreichbar. Für öffentliche Verkehrsmittel – Metro, Busse, Minibus oder Seilbahn – kann man kontaktlos mit Bankkarte zahlen oder eine aufladbare MetroMoney-Karte für 2 Lari an jeder Metrostation kaufen. Jede Metro- oder Busfahrt kostet 1 Lari. Die Seilbahn Rike-Narikala kostet 2,5 Lari.
Sehenswürdigkeiten in Tbilisi
Die Festung Narikala: Zu Fuß oder per Seilbahn erreichbar. Der Eintritt ist kostenlos und der Ausblick auf die Stadt von oben ist wunderschön. Daneben steht die Statue der Mutter Georgiens, und am hinteren Abhang liegt der botanische Garten mit einem hübschen Wasserfall.
Festung Narikala in Tbilisi
Die Schwefelbäder (Abanotubani): In diesem Viertel unterhalb der Festung gibt es mehrere Bäder unterschiedlicher Kategorien. Die touristischeren kosten etwa 50–80 Lari [ÜBERPRÜFEN]. Ich besuchte ein öffentliches Bad (Nr. 5) gemeinsam mit einem Katalanen, den ich im Hostel kennengelernt hatte. Ein echtes Erlebnis – keine anderen Touristen weit und breit. Nur eine große Badewanne und einige Duschen. Männer und Frauen betreten getrennte Bereiche.
Märkte: Im Park vom 9. März direkt am Fluss findet ein kleiner, charmanter Flohmarkt statt. Der größere Markt befindet sich in der Nähe des Bahnhofs und des Stadions und ist per Metro (Haltestelle Bahnhof) erreichbar. Hier gibt es alles – von Kleidung bis Lebensmittel.
Empfehlenswerte Kirchen: Metekhi, die Sameba-Kathedrale (zumindest von außen), Sioni und Bethlehem. Die Gassen rund um die Bethlehem-Kirche sind mit ihren alten Häusern besonders malerisch.
Den Mtatsminda-Park kann man zu Fuß, per Minibus oder per Standseilbahn erreichen. Ich ging zu Fuß und besuchte dabei zuerst die Mama-Daviti-Kirche, von der aus ein Anstieg zum Park führt.
Sehenswert: das kuriose Gabriadze-Marionettentheater.
Ausflüge von Tbilisi aus
Mögliche Tagesausflüge ab Tbilisi:
Von Tbilisi aus werden Touren in alle Winkel Georgiens und sogar nach Armenien angeboten. Die meisten sind eintägig zu den nahegelegenen Sehenswürdigkeiten, mehrtägig zu den weiter entfernten. Einige der Eintagestouren sind recht anstrengend – wer Zeit hat, sollte lieber eine Nacht vor Ort bleiben.
In der Abjazi-Straße, die vom Freedom Square abgeht, findet ihr zahlreiche Reisebüros.
Für private oder geteilte Ausflüge auf Spanisch geht es hier zum entsprechenden Link.
Auf meiner Liste noch offengeblieben sind unter anderem das Dorf Telavi und die nahegelegene Alaverdi-Kathedrale.
Im Sommer hätte ich gerne Tusheti besucht, eine abgelegene Bergregion im Südosten Georgiens ohne Zivilisation. Ich sah mehrtägige organisierte Touren dorthin.
Ausflug nach Gori, Uplistsikhe und Mtskheta
Tagesausflug nach Gori, Uplistsikhe und Mtskheta:
Ich buchte den Ausflug bei einem Reisebüro in der Abjazi-Straße für 45 Lari (nur Transport). Wir waren zu dritt: ich und ein koreanisches Pärchen. Start war um 10 Uhr mit einem Besuch der Jvari-Kirche. Diese Reihenfolge ist ideal. Jvari thront auf einem Hügel bei Mtskheta mit einem tollen Ausblick auf das Tal.
Kloster des Heiligen Kreuzes
Anschließend fuhren wir nach Gori und besichtigten das Stalin-Museum. Das Museum hat mich nicht begeistert – vielleicht ändert sich das mit einer Führung. Das Äußere lässt sich kostenlos besichtigen, einschließlich des Hauses, in dem Stalin lebte. Schade, dass ich die Gori-Festung nicht mehr geschafft habe.
Danach besuchten wir Uplistsikhe. Ein absolut lohnenswerter Ort.
Uplistsikhe – die Gottesburg
Den Tag beendeten wir in Mtskheta, wo wir die Svetitskhoveli-Kathedrale besichtigten – beeindruckend innen wie außen. Danach die Samtavro-Kirche, ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe. Gegen 16:30 Uhr waren wir zurück.
Kathedrale Svetitskhoveli UNESCO
Der Ausflug ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich, allerdings an einem Tag schwer zu schaffen. Es gibt Minibus-Verbindungen nach Mtskheta, aber für die Weiterfahrt nach Jvari per Taxi fallen wegen des Umweges höhere Kosten an. Nach Gori kommt man ebenfalls per Minibus, für Uplistsikhe benötigt man jedoch ein Taxi ab Gori.
Ausflug nach David Gareja
Tagesausflug nach David Gareja:
Ich zahlte 50 Lari bei einem Reisebüro (andere verlangten 59). Wir waren zu viert. Abfahrt um 10 Uhr, Rückkehr um 18 Uhr.
Mittelalterliches Kloster David Gareja
Ein absolut unverzichtbares Ausflugsziel. Die Straße dorthin ist schlecht, besonders die letzten 10 Kilometer, und die Fahrt dauert rund 2 Stunden. In David Gareja verbrachten wir fast 3 Stunden. Zunächst besichtigten wir das sehr fotogene Lavra-Kloster. Dann folgten wir dem Weg, der neben dem Souvenirshop beginnt und zur Anhöhe führt. Der Aufstieg ist steil und im Sommer entsprechend heiß – genug Wasser mitbringen. Oben begegneten wir zwei freundlichen aserbaidschanischen Soldaten. Dort gibt es eine Kapelle, und links passiert man zahlreiche Höhlen, einige mit wunderschönen Fresken. Der Weg überquert immer wieder die Grenze zu Aserbaidschan und führt schließlich zum Udabno-Kloster. Herrliche Aussichten auf eine einzigartige Landschaft. Vom Kloster geht es auf einem anderen Weg zurück zum Auto – eine schöne Rundtour.
Ausflug nach Sighnaghi
Ich machte diesen Ausflug auf eigene Faust mit öffentlichen Verkehrsmitteln – es war nett, aber kein Muss. Vielleicht gewinnt der Ausflug an Reiz, wenn man eine organisierte Tour mit Weinkellerbesichtigungen bucht.
Ich fuhr per Minibus ab Tbilisi. Es gibt regelmäßige Abfahrten und die Fahrt dauert etwas mehr als 1,5 Stunden. Der Minibus war auf der Hinfahrt voll besetzt – also nicht auf den letzten Drücker kommen. Kurz vor Sighnaghi hielt der Bus am Bodbe-Kloster, was mir sehr gelegen kam, da ich es ohnehin besuchen wollte. Das Kloster hat schöne Fresken, und man kann einen steilen Treppenweg hinunter zur heiligen Quelle gehen.
In Sighnaghi sollte man in den oberen Teil des Dorfes gehen, um die St.-Stephan-Kirche und die St.-Georgi-Kirche zu besichtigen, sowie die Stadtmauern zu erkunden.
Ausflug nach Vardzia und Borjomi
Tagesausflug nach Vardzia und Borjomi:
Mit diesem Ausflug war ich nicht ganz zufrieden, da ich gehofft hatte, auch die Rabati-Burg in Akhaltsikhe zu besuchen – was aus Zeitmangel nicht klappte – und auch an der Khertvisi-Festung kurz anzuhalten, an der wir vorbeifuhren.
Vardzia – in den Fels gehauenes Kloster
Es ist schade, diese Region in einem einzigen Tag abzuhaken, da es einiges zu sehen gibt. Ideal wäre mindestens eine Übernachtung in Borjomi oder Akhaltsikhe, mit anschließender Weiterreise Richtung Batumi durch das Berggebiet Khulo.
Der Ausflug begann um 8:30 Uhr und endete 12 Stunden später. Die Fahrt nach Vardzia dauerte fast 4 Stunden. Die Straße ab Akhaltsikhe ist sehr schön, und Vardzia selbst ist wirklich spektakulär.
Borjomi hat mich nicht besonders begeistert, obwohl die Umgebung für Wanderungen im Nationalpark wunderschön sein muss. Im Ort besuchten wir den Park mit der Mineralwasserquelle (der Geschmack ist gewöhnungsbedürftig).
Ausflug nach Kazbegi (Stepantsminda) über die Georgische Heerstraße
Ausflug nach Kazbegi (Stepantsminda):
Ort Stepantsminda (Blick von Gergeti)
Nachdem ich meine Reise nach Kazbegi wegen heftiger Schneefälle und einer gesperrten Heerstraße einen Tag verschieben musste, buchte ich bei einem Reisebüro eine Tour mit Halt an der Ananuri-Festung und Weiterfahrt zum Skiort Gudauri. Von dort wollte ich die Tour verlassen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiterreisen. Die Tour kostete mich 49 Lari.
Man kann zwar mit dem Minibus ab der Didube-Busstation (per Metro erreichbar) direkt nach Kazbegi fahren, aber ich wollte unbedingt die Ananuri-Festung besichtigen und entschied mich daher für die Tour auf der Hinfahrt. Als wir in Gudauri ankamen und ich nicht skifahren wollte, wurden wir an der Straße neben der Tankstelle abgesetzt. Zum Glück hatten ein irisches Pärchen mit derselben Idee – gemeinsam teilten wir uns ein Taxi nach Stepantsminda für 45 Lari (15 pro Person).
Durch den Schnee der vergangenen Tage war die Straße zwar wunderschön, aber sehr schmal, und wir warteten 2 Stunden, bis die Straße freigegeben wurde. Der Taxifahrer verlor die Geduld und überredete einen Privatfahrer, uns mitzunehmen, während er selbst mit dem bereits kassierten Fahrgeld umkehrte. Der Fahrer war aus Nordossetien und auf dem Heimweg, sprach kein Wort Englisch. Obwohl er keinen Cent vom Taxifahrer erhielt, war er so freundlich, mir bei der Ankunft in Kazbegi eine Flasche selbst gemachten Wein zu schenken.
In Stepantsminda übernachtete ich im Leo Hostel für 23 Lari im Schlafsaal mit Frühstück. Das Hostel liegt links am Anfang der Straße, die zur Tsminda-Sameba-Kirche führt. Ich war allein und wurde vom Vater des Hostelbesitzers betreut, der kein Wort Englisch sprach. Am nächsten Morgen schenkte ich ihm die Weinflasche – er war sehr gerührt.
Gegen 15 Uhr, da das Wetter sonnig blieb, begann ich den Aufstieg zur Tsminda Sameba. Ich ging abseits des Weges querfeldein und brauchte etwas mehr als eine Stunde bei zügigem Tempo. Den letzten Abschnitt legte ich auf dem verschneiten Pfad zurück. Oben angekommen war der Blick atemberaubend – die Kirche, der Schnee und die Bergkette im Hintergrund. Der Kazbegi war perfekt zu sehen. Es waren wenige Besucher, einige mit Geländefahrzeugen angereist. Der Abstieg querfeldein durch den Schnee dauerte kaum 40 Minuten. Im Dorf gab es nicht viele Restaurantmöglichkeiten, und in einem traf ich eine Gruppe Spanier, die noch in derselben Nacht nach Tbilisi zurückfuhren.
Rund um Kazbegi gibt es mehrere Wanderrouten, im Winter sind diese aber ohne entsprechende Ausrüstung oder gemietete Schneeschuhe kaum begehbar.
Am nächsten Morgen nahm ich um 9 Uhr den Minibus zurück nach Tbilisi. Die Fahrt dauert etwa 3 Stunden.
Mestia und Svaneti
Man kann per Minibus direkt ab Tbilisi fahren – ein langer Reisetag. Ich fuhr mit dem Nachtzug von Tbilisi nach Zugdidi.
Bei meiner Ankunft in Zugdidi fuhr zufällig gerade ein Minibus nach Mestia ab. Wir waren zu dritt – ein georgianisches Pärchen und ich, denn im Zug war kein weiterer Tourist. Nach kurzer Verhandlung wurde ich zum gleichen Preis mitgenommen. Bei der Ankunft in Mestia zahlte ich 50 Lari, obwohl er mich bis vor die Hostel-Tür brachte. Der reguläre Preis beträgt 20 Lari. Die Fahrt dauerte 3 Stunden auf einer kurvenreichen Straße mit einer 30-minütigen Frühstückspause.
Übernachtung in Mestia in Manoni's Guesthouse: 30 Lari mit Abendessen und Frühstück inklusive. Sehr empfehlenswert.
Mestia lohnt sich. Es ist nicht so malerisch wie ein Schweizer Postkartendorf – es gibt einige hässliche oder verlassene Gebäude –, aber die Wehrtürme sind wunderschön. Kühe streifen frei durch die Straßen, und in den Seitengassen begegnet man zahlreichen Straßenhunden.
Von der neuen Kirche auf der anderen Flussseite hat man ein schönes Panoramafoto des Dorfes.
Im Winter schränkt der Schnee die Wandermöglichkeiten stark ein. Ushguli ist nicht erreichbar. Im Sommer muss die Route dorthin mit dem Geländewagen oder als mehrtägige Wanderung in Etappen von 10–15 km grandios sein.
Zum Chalaadi-Gletscher bin ich ebenfalls nicht gelangt. Ich traf jemanden, der einen Teil des Weges gegangen war, ohne das Ziel zu erreichen.
Man kann das Skigebiet Hatsvali (9 km von Mestia) zum Skifahren oder als Ausflug besuchen.
Ich unternahm eine Wanderung zu den Koruldi Lakes, rund 9 km entfernt, kam aber wegen des zunehmenden Schnees beim Aufstieg nicht ans Ziel.
Am zweiten Tag hatte ich vor, zum Berg Ushba zu wandern, wurde aber durch Magenprobleme den ganzen Tag daran gehindert.
Ich besichtigte einen der Wehrtürme, der als Museum dient. Im Grunde klettert man nur über eine ziemlich gefährliche Treppe bis aufs Dach, von wo aus man eine schöne Aussicht hat.
Das Tourismusbüro liegt im Ortszentrum und gibt Informationen zu den Wanderrouten. Weitere Infos gibt es unter: www.caucasus-trekking.com
Batumi
Ab Mestia buchte ich einen Minibus über das Hostel. Abholung um 7:45 Uhr – die Straße war von dem nächtlichen Schneefall bedeckt. Die Fahrt nach Batumi dauerte 7 Stunden. Eigentlich hätte ich in Zugdidi umsteigen sollen, aber der Fahrer fuhr mich fast bis Kutaisi, wo ich in einen anderen Minibus nach Batumi wechselte. Preis: 30 Lari (20 Lari für die erste Strecke, 10 Lari für den Anschlussminibus nach Batumi).
In Batumi gibt es einen Busbahnhof, aber viele Minibusse Richtung Kutaisi oder Tbilisi starten auch vom Centro Plaza, das etwas näher an der Altstadt und am Touristenviertel liegt.
In Batumi übernachtete ich im Calypso Hostel für 15 Lari im 8-Bett-Schlafsaal.
Die Stadt ist für einen Tag interessant, aber wenn die Zeit in Georgien knapp ist, kann man sie auslassen. Im Sommer dürfte dort mehr Strandleben und Betrieb herrschen. Der Boulevard, das Theater und die Medea-Skulptur sind sehenswert. Viele Neubauten wirken wie auf Eis gelegt.
Kutaisi
Ich fuhr per Minibus ab Batumi, den ich am Centro Plaza nahm. Zunächst fuhren wir in einem kleinen Transporter, der am Stadtrand gegen einen größeren Bus getauscht wurde. Fahrzeit: etwa 2,5 Stunden.
Kurz vor Kutaisi wechselte ich erneut das Fahrzeug, da mein Bus nach Tbilisi weiterfuhr.
In Kutaisi wird man neben dem McDonald's abgesetzt, wo ein Busbahnhof ist. Von dort fährt die Linie 1 im Kreis durch das Stadtzentrum – sie kommt regelmäßig und kostet 1 Lari.
Übernachtung im Star Hostel: 13 Lari im 6-Bett-Schlafsaal mit Frühstück.
Was man in Kutaisi und Umgebung besuchen sollte
Das Beste von Kutaisi lässt sich auch auf einem anstrengenden Tagesausflug ab Tbilisi besichtigen. In und um Kutaisi gibt es einiges zu entdecken.
In der Nähe des Brunnens beim Theater befindet sich das Tourismusbüro – es ist mit einem kleinen Schild schwer zu finden. Neben dem Busbahnhof am McDonald's gibt es einen größeren Markt.
In etwa 20 Gehminuten vom Zentrum erreicht man das Bagrati-Tempel (UNESCO-Weltkulturerbe). Besonders von außen sehr schön.
Für die anderen interessanten Orte außerhalb der Stadt benötigt man ein Taxi oder öffentliche Verkehrsmittel:
Kloster Gelati und Motsameta
Das Kloster Gelati (ausgesprochen Jelati) und das Kloster Motsameta:
Nach Gelati fahren Minibusse ab der Rückseite des Theaters, wo sich eine Polizeiwache befindet. Ich nahm einen anderen Minibus in diese Richtung, der mich an der Straßenkreuzung absetzte – von dort geht es 2–3 km bergauf. Zur Orientierung: Der Gelati-Minibus hat ein Schild auf Englisch und Georgisch vorne. Das Kloster ist wunderschön, und die Fresken im Inneren sind beeindruckend.
Für die Weiterfahrt nach Motsameta empfiehlt sich ein Taxi, da die Strecke 6 km beträgt. Motsameta liegt atemberaubend auf einem Felsen hoch über dem Fluss.
Zu mehreren lohnt sich definitiv ein gemeinsames Taxi ab Kutaisi für diesen Besuch.
Prometheus-Höhle
Ich fuhr mit dem Minibus 30, der auf der anderen Flussseite über die rote Brücke abfährt. Er bringt dich nach Tskaltubo, wo man an der letzten Haltestelle aussteigen und zur Rückseite des Marktes gehen muss, von wo die Linie 42 zu den Höhlen abfährt.
Die Höhle ist wunderschön beleuchtet. Der Weg durch das Innere ist bequem mit Auf- und Abstiegstreppen. Am Ende der Besichtigung fährt ein Bus zurück zum Besucherzentrum am Eingang.
Tskaltubo ist auch für seine Spa-Einrichtungen bekannt, die ich jedoch nicht besucht habe. Von Tskaltubo aus kann man auch zum Okatse-Canyon oder nach Gordi weiterfahren.
Sataplia-Höhlen: Diese habe ich nicht besichtigt.
Martvili-Canyon: Ebenfalls nicht besucht.
Für die Rückfahrt nach Tbilisi nahm ich einen Minibus ab der Station neben dem McDonald's. Nach etwa 3,5 Stunden kamen wir am Didube-Bahnhof in Tbilisi an, mit einer 15-minütigen Pause an einer Raststätte mit WC und Café.
Hinweis: Die in diesem Artikel genannten Preise entsprechen den Erfahrungen des Autors während seiner Reise und können sich geändert haben. Georgien ist nach wie vor ein sehr günstiges Reiseziel für Backpacker – aktuelle Preise sollten vor der Reise überprüft werden.
Quelle: losviajeros.com — mit Genehmigung des Autors veröffentlicht