Quba
Quba
Stadt im Norden Aserbaidschans, Tor zu den Bergdörfern des Kaukasus und bekannt für Äpfel und handgewebte Teppiche.
Lage im Kaukasus
Beschreibung
Quba duftet im Sommer nach Obst: Die Apfelbäume rund um die Stadt tragen lokale Sorten, die in Holzkisten gestapelt entlang der M2-Straße verkauft werden. Das Zentrum ist nicht groß — der Basar und einige Gebäude aus der Zarenzeit an der Hauptstraße sind die Highlights —, aber es eignet sich gut als Basis zur Erkundung der Täler und Gipfel des östlichen Kaukasus.
Der Quba-Basar erwacht an Wochentagen am Morgen zum Leben: Stände mit Käse, Gewürzen, Nüssen und Gemüse stehen neben Teppichhändlern, deren Läden über das Zentrum verteilt sind. Die Region Quba-Khachmaz hat eine eigene Webtradition: geometrische Motive, kantiger als im Süden, eine Palette aus Rottönen und dunklem Blau. Der Preis ist immer verhandelbar und die Verkäufer sind in der Regel nicht aufdringlich.
Über den Fluss Qudyalchay gelangt man in fünf Fußminuten nach Krasnaya Sloboda, einem Viertel, das von Bergjuden — den göy yəhudilər — bewohnt wird, mit aktiven Synagogen und einer Architektur, die sich vom Rest der Stadt abhebt. Es ist eines der wenigen ländlichen jüdischen Viertel, die im Kaukasus noch bestehen.
Von Quba aus kann man das Dorf Khinalig, etwa 60 km über eine Bergstraße, oder Laza erreichen, dem Ausgangspunkt für Trekking im Shahdag-Massiv. Die Landschaft auf dem Weg — rötliche Schluchten, Buchenwälder, Schnee auf den Gipfeln — rechtfertigt allein schon einen Halt in dieser Stadt.
Geschichte
Quba ist seit Jahrhunderten ein Handels- und Verwaltungsknotenpunkt im Norden Aserbaidschans. Im 18. Jahrhundert war es Sitz des Khanats von Quba, einer politischen Einheit, die zeitweise Teile der Kaspischen Küste kontrollierte. Mit der russischen Expansion im 19. Jahrhundert wurde es in das Gouvernementssystem des Kaukasus eingegliedert und behielt seine Bedeutung als Kreuzungspunkt der Routen zwischen Küste und Gebirge. Die Bevölkerung war immer vielfältig: Aserbaidschaner, Lesginen und Bergjuden lebten in denselben Straßen, und diese Mischung ist heute noch im Markt, auf den Ladenschildern und in den aktiven Synagogen von Krasnaya Sloboda sichtbar.
Was zu sehen & erleben
- Quba-Basar Überdachter Markt und angrenzende Straßen mit Ständen für Obst, Käse, Gewürze und handgewebte Teppiche; am lebhaftesten an Wochentagen am Morgen.
- Krasnaya Sloboda Jüdisches Bergdorf-Viertel auf der anderen Seite des Flusses Qudyalchay, fünf Gehminuten vom Zentrum; aktive Synagogen und eigentümliche Architektur, die eine ruhige Stunde verdient.
- Dorf Khinalig Etwa 60 km über eine Bergstraße, eines der höchstgelegenen bewohnten Dörfer im Kaukasus, mit eigener Sprache und nahezu unberührten Hirtentradtitionen. Erfordert Fahrzeug mit Allradantrieb oder lokalen Fahrer.
- Dorf Laza Zugänglicher als Khinalig, mit einfacher Unterkunft; Ausgangspunkt für Trekking an den Hängen des Shahdag-Massivs.
- Afurja-Wasserfall Etwa 20 km von Quba, in einer rotfelsigen Schlucht; zu Fuß vom Ende des Pfades oder mit Geländewagen erreichbar.
- Teppichgeschäfte im Zentrum Verteilt über die Hauptstraßen von Quba; die Region Quba-Khachmaz hat einen eigenen Stil mit geometrischen Mustern und rötlichen Tönen.
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Anreise
Vom Nordlichen Busbahnhof in Baku fahren häufige Busse und Marschrutkas nach Quba; die Fahrt dauert etwa 2,5-3 Stunden auf der M2-Straße (ca. 170 km). Es gibt keinen Zug. Für Bergdörfer wie Khinalig empfiehlt es sich, in Quba ein 4×4-Fahrzeug zu mieten oder einen lokalen Fahrer zu engagieren, da die Piste je nach Jahreszeit in schlechtem Zustand sein kann. Der nächste Flughafen ist der Internationale Flughafen Heydar Aliyev in Baku.
Beste Reisezeit
Das Frühjahr (Mai-Juni) bietet Temperaturen von 18-25°C, grüne Landschaft und befahrbare Bergstraßen: der beste Zeitpunkt. Juli und August sind im Tal wärmer (bis 32°C), wobei Khinalig und Laza kühl bleiben. Der Herbst (September-Oktober) bringt die Apfelernte und die Waldfarben. Im Winter schließt Schnee die Zufahrt nach Khinalig und die Temperaturen in der Stadt können auf -5°C sinken.